Mai 18 2008
Typisierung für Louisa
Soeben war ich mit Thomas in Waldbrunn-Hintermeilingen zur Typisierung.
Diese Aktion wurde von der Initiative 'Helft Louisa' durchgeführt. Louisa ist 12 Jahre alt und hat zu Ostern erfahren, dass sie an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. Um ihr und anderen Krebskranken zu helfen, werden gesunde Stammzellen aus Knochenmark benötigt. Wer Stammzellenspender werden möchte, muss zuerst registrieren und sich einer Analyse, der Typisierung, zu unterziehen:
Bei einer Typisierung wird eine Speichelprobe oder eine Blutentnahme von nur 5ml in einem Speziallabor auf mindestens vier von sechs Gewebemerkmalen untersucht. Mit diesen Daten wird man nach der Registrierung in die Datenbank der DKMS aufgenommen. Anschließend werden die Gewebemerkmale zusammen mit der Spendernummer in anonymer Form an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland in Ulm übermittelt. Dort stehen sie dann für Patientenanfragen aus der ganzen Welt zur Verfügung.
Sollte eine solche Anfrage kommen werden weitere Tests eingeleitet, um zu überprüfen, ob eine erfolgreiche Spende möglich ist.
Aber nicht jeder Spender wird alle Schritte durchlaufen:
Nach unserer Erfahrung kommt es bei höchstens fünf von hundert potenziellen Stammzellspendern innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einer Stammzellspende. Für junge Spender, die vollständig typisiert sind, beträgt die Wahrscheinlichkeit, Stammzellen zu spenden, etwa 1 Prozent innerhalb des ersten Jahres nach der Typisierung.
(FAQ auf dkms.de)
Nachdem ich schon Blut spende und einen Organspendeausweis bei mir trage, war es nur noch ein kleiner Schritt, mich auch als Stammzellenspender zu registrieren.
Es sollte jeder mal darüber nachdenken, ob so etwas nicht auch für ihn in Frage kommt, denn schließlich kann jeder einmal in die Situation geraten, Blut, Stammzellen oder Organe zu benötigen.
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